Anwendung & IndikationGlaukom, wie: Weitwinkelglaukom Kapselhäutchenglaukom (Pseudoexfoliationsglaukom, spezielle Form des Weitwinkelglaukoms) AnwendungshinweiseDie Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.Art der Anwendung?Tropfen Sie das Arzneimittel in den Bindehautsack des betroffenen Auges ein. Legen Sie für die Anwendung Ihren Kopf zurück. Schließen Sie nach dem Eintropfen langsam das Auge und drücken Sie leicht mit dem Finger auf den Tränenkanal zwischen Nase und innerem Augenlid.Vermeiden Sie eine Berührung der Applikatorspitze mit Augen/Gesichtspartien oder Gegenständen. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese vor der Anwendung des Arzneimittels entfernen und erst ca. 15 Minuten nach dem Eintropfen wieder einsetzen.Dauer der Anwendung?Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.Überdosierung?Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Reizerscheinungen am Auge, Erbrechen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.Anwendung vergessen?Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.DosierungFolgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt: Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann Erwachsene1 Tropfen2-mal täglichmorgens und abends WirkstoffeDie angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Tropfen WirkstoffDorzolamid hydrochlorid22,25 mgHilfsstoffWasser für Injektionszwecke+entsprichtDorzolamid20 mgWirkstoffTimolol hydrogenmaleat6,83 mgentsprichtTimolol5 mgHilfsstoffBenzalkonium chlorid0,075 mgHilfsstoffHyetellose+HilfsstoffMannitol+HilfsstoffNatriumcitrat-2-Wasser+HilfsstoffNatriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung+AufbewahrungAufbewahrungLagerung vor AnbruchDas Arzneimittel muss im Dunkeln (z.B. im Umkarton) aufbewahrt werden.Aufbewahrung nach Anbruch oder ZubereitungDas Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 28 Tage verwendet werden!Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperaturim Dunkeln (z.B. im Umkarton)aufbewahrt werden!Gegenanzeigen SchwangerschaftWas spricht gegen eine Anwendung?Immer:Überempfindlichkeit gegen die InhaltsstoffeBronchien, die überempfindlich reagieren, z.B. bei:Asthma bronchialeChronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)PulserniedrigungAV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer), 2. und 3. GradUnter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:Herzerkrankungen, auch in der VorgeschichteHerzschwächeEingeschränkte NierenfunktionNierensteine, auch in der VorgeschichteVerschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut zur saueren Seite (Azidose)Eingeschränkte LeberfunktionDiabetes mellitus (Zuckerkrankheit)SchilddrüsenüberfunktionMyasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)Hornhautschäden (Auge)Augenoperationen, auch in der VorgeschichteWelche Altersgruppe ist zu beachten?Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.Neben- und WechselwirkungenWelche unerwünschten Wirkungen können auftreten?Reizerscheinungen am Auge, wie:Juckreiz am AugeAugenbrennen und -stechenTränendes AugeTrockenes AugeAugenentzündungen, wie:HornhautentzündungLidrandentzündungIridozyklitis (Entzündung der Regenbogenhaut und des Ziliarkörper...